SEO Erfolge pro Keyword messen?
Geschrieben von Kira Pawlowski am 7. April 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Google, Online-Marketing, Suchmaschinen-Optimierung
Nehmen wir folgende Ausgangslage an:
Wir haben einen Online-Shop Betreiber der nun endlich auch in Suchmaschinenoptimierung investieren will. Die Hauptprodukte werden häufig gesucht, der Shop hat bereits eine relativ gute Reputation, jedoch sind Top10-Rankings bisher kaum zu erreichen.
Der Website-Betreiber will nach einem ersten Gespräch natürlich die harten Fakten auf den Tisch – was springt letztendlich für ihn dabei heraus?
Seine Fakten:
- Der durschschnittliche Warenkorb beträgt 50 €
- Aktuell kommen derzeit ca. 24.000 Besucher über seine 4 stärksten Keywords auf seine Website
- Für 100 weitere Keywords wird er gelegentlich gefunden, die Zahlen sind jedoch derzeit zu vernachlässigen
- Durschnittlich kaufen im Monat 120 Besucher über die vier stärksten Keywords
- Die Besucher konvertieren mit einer Conversion Rate von 0,5%
Betrachten wir das Potential für die 4 Haupt-Keywords:

Die Werte der Tabelle sind im Durchschnitt pro Keyword ermittelt.
Nehmen wir eine Mischkalkulation an über alle 4 Positionen hinweg, d.h. ein Keyword verbessert sich nicht, eines ist auf Position 3 vorgerückt, ein weiteres belegt den 2. Platz bei den Suchergebnissen und wir haben eine Topposition, dann ergibt sich ein Umsatz von:
1.500 + 12.500 + 17.500 + 56.000 = 87.500 Euro im Vergleich zu vormals 6000 € monatlich!
Und das nur über die 4 stärksten Keywords. Optimiert man auf weitere Keywords, kann der Umsatz natürlich weiterhin gesteigert werden.
Da stellt sich uns natürlich die Frage: Erfolgsabhängiges Angebot oder doch lieber eine fixe Betreuungspauschale? Der Kunde entscheidet sich für ein erfolgsabhängiges Modell – wir sind damit natürlich einverstanden! Und der Kunde wird zufriedener, je mehr er uns bezahlt, schließlich macht er ebenfalls mehr Umsatz (ein positiver Deckungsbeitrag vorausgesetzt). Eine klare WIN-WIN Situation.
4 Kommentare »


am 8. April 2010 um 09:07 1.Analyseo schrieb …
Von welcher Position kommen denn die bisher 6.000 Besucher (pro Haupt-Keyword), wenn eine Verbesserung auf Pos. 3 eine Erhöhung der Besucherzahl um Faktor 8, Pos. 2 eine Erhöhung um Faktor 12 und Position 1 eine Erhöhung um Faktor 40 bedeuten würde? Von einer (tiefen) Seite 2-Position? Und wie realistisch sind dann Top 3-Positionen – insbesondere mit Blick auf die Backlinks (Menge, Stärke, Relevanz, Texte) der Konkurrenten, die aktuell auf dem Podest stehen?
am 8. April 2010 um 11:56 2.Kira Pawlowski schrieb …
Bei der Berechnung handelt es sich um eine Modellrechnung, um das Potential einer Rankingverbesserung zu verdeutlichen. Die 4 Haupt-Keywords haben im Schnitt je 6000 Besucher, also eines davon ein paar mehr und eines davon ein paar weniger. Aber es ist davon auszugehen, dass die Seite für alle diese Keywords unter den Top20 gelistet wurde.
Als Berechnungsgrundlage kannst Du Dir mal die Daten von AOL über Sistrix anschauen, das mit Deiner Faktorberechnung kommt dann auch so ungefähr hin.
am 8. April 2010 um 12:31 3.Analyseo schrieb …
Mir war nicht klar, dass das ein rein fiktives Beispiel ist (AOL-Dump und Klickverteilung sind bekannt, zuletzt wieder bei SEOmoz abgebildet). Erfolgsabhängige SEO-Vergütung gibt m. E. jedenfalls sehr viel Sinn. Mein Punkt ist: Eine zutreffende Analyse, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine angestrebte Platzierung – unter Berücksichtigung der Wettbewerber-Verlinkung (plus OnPage-Optimierung) – erreicht werden kann, fällt aus Erfahrung nicht nur SEO-Kunden, sondern auch -Anbietern (trotz aller Erfahrung und Tools) meist sehr schwer.
am 8. April 2010 um 12:40 4.Norman schrieb …
Zu Kommentar1: das sind 4 unterschiedliche Keywords, das ist nicht “ein” Keyword mit unterschiedlichen Positionen…
Vom Ansatz her gut. Allerdings: Position 1 und 2 sind umkämpft, nicht wie bei vielen Keywords der Rest. Sprich: Kosten für SEO steigen extrem in diesem Bereich.
Außerdem sind Keywords (und dazu noch Produkte) mit exakt 240.000 Treffern recht seltern und extrem umkämpft. Daher sollte man von dem neuen Umsatz zumindest auch die geplanten SEO-Kosten abziehen, um eine gute Aussage treffen zu können, oder?