Pay per Click (PPC) – was ist Mythos, was Wahrheit?

Geschrieben von Kira Pawlowski am 24. März 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Google, Online-Marketing, Suchmaschinen-Marketing

Der Nachmittag des ersten Tages auf der SMX Munich stand für mich im Zeichen der bezahlten Suche. Tom Alby von Uniquedigital und Ronjon Sarcar von iProspect Deutschland wollten im gut besuchten Panel den Mythen der PPC’s auf den Grund gehen. Themen hierbei: Suchketten, Long Tail, Content Netzwerk und Dynamic Keywords.
1) Suchketten – was ist das und wem bringen sie was?
Nahezu jeder im Saal wusste worum es sich bei einer Suchkette handelt – nämlich den Weg eines Users in all seinen einzelnen Schritten, bis er zu einer Conversion gelangt. Hier müssen alle Online Marketing Maßnahmen im Zusammenhang gesehen werden und eine akurate Messung kann nur erfolgen, wenn alle einzelnen Schritte messbar gemacht werden. Welches Analyse Tool sich hierfür eignent und die Kosten wurden leider nicht angesprochen. Auf jedenfall bei einer ganzheitlichen Betrachtung ein absolutes Must – nur so kann Transparent für den Kunden hergestellt werden.
2) Long Tail, Short Head – oder was jetzt?
Der Trend zu Long Tail Keywords begann schwappte vor ca. 3 Jahren nach Deutschland über. Der Irrglaube vieler ist: Long Tail ist günstiger als Short Head…leider falsch! Der Wettbewerb hat im Long Tail in den letzten Jahren enorm zu gelegt und viele nutzen die gleichen Keyword Generator Tools für die Ermittlung von Long Tails. Das Gesetz des Marktes: Steigt die Nachfrage, steigt auch der Preis. Mittlerweile sind also viele Short Head Keywords günstiger zu buchen als die Vorschläge für Long Tail. Demnach ist die Ermittlung von Long Tail Keywords also doch ziemlich aufwändig – es ist nämlich einiges an Kreativität gefragt, um seinem Kunden günstige Klicks zu verschaffen!
3) Im Google Content Netzwerk sind zu viele Schmuddelseiten
Das denken zumindest viele Kunden. Tatsächlich ist es aber so, dass das Content Netzwerk ganz gezielt beworben werden kann. Im Prinzip kann jede einzelne Seite auf der die Anzeige erscheinen soll, ausgewählt werden. Das ist aber zeitaufwändig! Eine Content Netzwerk Optimierung ist also nur über einen längeren Zeitraum zu ermöglichen. Wird dem Kunden das Versprechen gegeben, in ein zwei Tagen haben wir alle relevanten Content Netzwerk Seiten herausgefiltert, dann hat die Agentur entweder bereits einen Kunden in genau dieser Nische und kennt die relevanten Seiten, oder aber sie verspricht etwas, was sie sicherlich nicht ganz so gewissenhaft ausführt.
4) Dynamic Keyword Insertion ist die Wunderwaffe
…vielleicht um sich damit selbst zu richten! Jede Anzeige ist eine Visitenkarte des Unternehmens. Den ersten Eindruck vergisst man nicht so schnell wieder. Erscheint also eine allgemein gehaltene Anzeige immer mit unterschiedlichen Keywords, erscheint das nicht nach sonderlichem Aufwand, um den Kunden zu gewinnen. Geht das Unternehmen dann auch bei seiner Produktion so schlampig vor? Oft schleichen sich auch trotz ganz genauer Analyse grammatikalische Fehler in eine solche Anzeige ein…es rutscht immer mal wieder ein Keyword durch, welches nun mal nicht zum Anzeigen Text passt. Bei Amazon und Ebay mag die Dynamic Keyword Insertion ja funktionieren, aber seien wir mal ehrlich: Mittlerweile kennt fast jeder Amazon oder Ebay – da wirkt eine schlampige Anzeige nicht besonders Image schädigend.

Mit ein paar Mythen haben die Herren tatsächlich aufgeräumt – besonders eindrucksvoll dabei waren immer die Zahlen, mit denen sie ihre “Beweisführung” unterlegt haben.

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